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Letztes Update 03.03.2017
Golfregeln

1. Das Spiel

1-1 Allgemeines

Golf spielen ist, einen Ball mit einem Schläger durch einen Schlag oder aufeinander folgende Schläge in Übereinstimmung mit den Regeln vom Abschlag in das Loch zu spielen. Der wesentliche Teil dieses Satzes lautet „in Übereinstimmung mit den Regeln". Unter Einhaltung der Regeln wird aus bloßem „Bälle schlagen" Golf. Wer nicht nach den Regeln spielt, spielt irgendein Spiel, jedoch kein Golf. Ein sportlicher Vergleich, z. B. in einem Wettspiel, ist nur dann möglich, wenn alle Teilnehmer alle Regeln einhalten. Andernfalls sind die Ergebnisse nicht vergleichbar und ist z. B. eine Siegerehrung sinnlos. In Privatrunden mag es nicht so wichtig erscheinen, auf die Regeln zu achten. Trotzdem sollte man auch hier stets die Regeln beachten, solange man nicht bloß zu Trainingszwecken, und ohne ein Ergebnis zu zählen, spielt. Das Golfspiel ohne Beachtung der Regeln oder nur nach „angenehmen Regeln" darf niemals zur Gewohnheit werden.

1-2 Beeinflussung der Bewegung des Balls oder Abänderung physischer Bedingungen

Kein Spieler darf (I) eine Handlung mit der Absicht durchführen, die Bewegung eines Balls im Spiel zu beeinflussen, oder (II) physische Bedingungen mit der Absicht abändern, das Spielen eines Lochs zu beeinflussen. Ausnahmen: 1. Eine Handlung, die ausdrücklich nach einer anderen Regel gestattet oder untersagt ist, unterliegt dieser anderen Regel, nicht Regel 1-2. 2. Dient eine Handlung ausschließlich der Pflege des Platzes, ist dies kein Verstoß gegen Regel 1-2. * STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN REGEL 1-2: Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge * Bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen Regel 1-2 darf die Spielleitung die Strafe der Disqualifikation verhängen. Anmerkung 1: Ein Spieler hat einen schwerwiegenden Verstoß gegen Regel 1-2 begangen, wenn die Spielleitung der Meinung ist, dass die Handlung, durchgeführt unter Verstoß gegen diese Regel, ihm oder einem anderen Spieler einen bedeutenden Vorteil, oder einem anderen Spieler, außer seinem Partner, einen bedeutenden Nachteil verschafft hat. Anmerkung 2: Außer bei einem schwerwiegenden Verstoß im Zählspiel, der zur Disqualifikation führt, muss ein Spieler bei einem Verstoß gegen Regel 1-2, der sich auf die Bewegung seines eigenen Balls bezieht, den Ball von dort spielen, wo er angehalten wurde, oder, falls der Ball abgelenkt wurde, von dort, wo er zur Ruhe kam. Wurde die Bewegung des Balls eines Spielers von einem Mitbewerber oder etwas anderem Nicht zum Spiel Gehörigen absichtlich beeinflusst, gilt für den Spieler Regel 1-4 (siehe Anmerkung zu Regel 19-1). Weder die Lage eines zur Ruhe gekommen Balls darf beeinflusst werden, noch die Bewegung eines gerade geschlagenen oder fallen gelassenen Balls. Zum Beispiel ist es nicht erlaubt, ein Golfbag auf das Grün zu legen, um die Puttlinie vom starken Wind abzuschirmen oder neben dem am Loch liegenden Ball auf und ab zu hüpfen, in der Hoffnung, der Ball fällt durch die Erschütterung doch noch ins Loch. Regel 1-2 betrifft überwiegend absichtliche Handlungen, um Lage oder Bewegung eines Balls zu beeinflussen. Eine Ausnahme gilt, wenn der Ball beim Droppen den Spieler oder seine Ausrüstung trifft. Dieser Fall wird durch Regel 20-2 geregelt. Im Fall eines vorsätzlichen Regelverstoßes ist sowohl die Disqualifikation nach Regel 1-2 (schwerwiegender Fall) möglich, als auch die Disqualifikation nach Regel 33-7 (schwerwiegender Verstoß, grob unsportlich). Dies können Fälle sein, in denen ein Spieler vorsätzlich den Ball eines Mitbewerbes aufnimmt, damit dieser seinen Ball nicht findet, oder ein Etiketteverstoß, der andere gefährdet oder den Platz beschädigt (Schläger über andere Spieler werfen oder den Putter ins Grün schlagen).
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